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Ernährung und KrebsWissenErnährung und Krebs

Wissen

FAQ (Frequently Asked Questions)

Stimmt es, dass Zucker speziell Tumorzellen nährt? Kann man mit einem Verzicht auf Zucker die Entstehung von Krebs verhindern? Sollte man ganz allgemein auf Kohlenhydrate verzichten?

Wie Krebs entsteht und wie Krebszellen funktionieren ist sehr komplex. Es gibt Untersuchungen die zeigen, dass Krebszellen einen anderen Energiestoffwechsel haben als gesunde Zellen und einige sich überwiegend von Zucker bzw. vom Zuckerbaustein Glukose ernähren. Doch dies kann man nicht pauschalisieren und auf alle Krebsarten beziehen. Zudem kann der Körper auch aus anderen Energielieferanten wie Stärke, Fett oder Eiweiss Glucose bilden.

Bis heute konnten Studien nicht belegen, dass ein Verzicht auf Zucker oder Kohlenhydrate die Entstehung von Krebs verhindern oder einen Tumor aushungern kann.

Der Zusammenhang zwischen dem Konsum von Süssgetränken und Übergewicht ist hingegen durch mehrere Studien belegt. Kristallzucker, Fruchtzucker, Honig, Sirup sowie Süssgetränke, aber auch andere kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Getreide, Reis und Kartoffeln liefern dem Körper Energie. Sie können bei einem übermässigen Konsum zur Entstehung von Übergewicht beitragen. Übergewicht gilt als Risikofaktor für eine Reihe von Krebsarten.
Ein hoher Zuckerkonsum kann zudem zu einem indirekten Mangel an Makro- und Mikronährstoffen wie zum Beispiel Calcium führen, weil Süssigkeiten und Süssgetränke nährstoffreiche Grundnahrungsmittel aus dem Speiseplan verdrängen.

Die WHO empfiehlt einer erwachsenen Person mit einem Kalorienbedarf von 2000 kcal einen Zuckerkonsum unter 50 Gramm Zucker pro Tag. Diese Menge beinhaltet nicht nur den konsumierten Kristallzucker, sondern auch den Zucker in Konfitüre, Backwaren, Honig, Müesli und Joghurts, Süssgetränken, Süssigkeiten, usw.

Kann die Ernährung die Krebsentstehung beeinflussen?

Der Körper bekommt mit dem Essen Energie, Mikronährstoffe und Nahrungsfasern zugeführt. Je besser die Qualität des Essens, desto besser funktioniert der Körper.

Lebensmittel können aber auch Schadstoffe wie Bisphenol A (Weichmacher), Schwermetalle oder Pflanzenschutzmittel enthalten. Solche Schadstoffe vermögen eine Krebsentstehung zu fördern. Lebensmittel werden in der Schweiz regelmässig kontrolliert und überschreiten sehr selten die vorgegebenen Grenzwerte.

Um die Aufnahme von Rückständen möglichst gering zu halten, sollte man sich abwechslungsreich ernähren. Informieren Sie sich über den Anbau beziehungsweise die Aufzuchtmethoden. So sind beispielsweise biologische Lebensmittel in der Regel weniger mit Schadstoffen wie Pflanzenschutzmittel-Rückständen belastet.

Tipps

· Waschen Sie Gemüse und Früchte gründlich vor dem Verzehr.

· Kaufen Sie regionale und saisonale Lebensmittel, da im Ausland bei der Produktion andere Gesetze gelten können.

· Bevorzugen Sie wenn möglich biologische Produkte.

· Essen Sie vielseitig.