Ungewollter Gewichtsverlust zählt zu den häufigsten Symptomen einer Krebserkrankung. Je nach Art des Krebses verlieren 30 bis 80 Prozent der Krebsbetroffenen aufgrund ihrer Krankheit an Gewicht.
Zum einen verändert sich bei Krebsbetroffenen der Stoffwechsel, wodurch beispielsweise der Kalorien- und Eiweissbedarf ansteigen kann. Zum anderen sind bei vielen Krebsbetroffenen die natürlichen Mechanismen von Hunger, Appetit und Sättigung gestört.
Der Verlust von Körpergewicht weist in der Regel auch auf eine Mangelernährung hin. Wichtig ist, mehrfach täglich eiweiss- und kalorienreiche Lebensmittel zu essen (vergl. Kapitel «Mangelernährung»). Auch ist körperliche Bewegung zur Verbesserung des Appetits und zum Erhalt der Kraft wichtig.
Ein starker Gewichtsverlust kann für Krebsbetroffene wie auch für Angehörige und Freunde beängstigend sein. Wenn aber Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Schluckbeschwerden essen und trinken verunmöglichen, löst dies oft zusätzlich Stress aus. Deshalb: Zwingen Sie sich nicht zum Essen, wenn Sie nicht können. Suchen Sie sich Hilfe bei Ihrem Behandlungsteam.